Bravo Mozart

Eine höchst musikalische Unterhaltung

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Am 11. Juni 2011 feierte der 11. Brandenburger Klostersommer seine Premiere mit dem Stück „Bravo Mozart“. Werke des Ausnahmekomponisten, wurden von hochklassigen Musikern auf die Bühne im Friedgarten des Pauli-Klosters gebracht. Neben dem Tenor Eugen Duvnjak, bekannt aus Viva Verdi (Brandenburger Klostersommer 2009), sang Manja Neumann zum ersten Mal in Brandenburg. Sie interpretierte bereits bei einer deutschlandweiten Tournee die Rolle der Pamina aus der Zauberflöte. Aber auch andere Mozart-Opern wie „Cosi fan tutte“ und „Don Giovanni“ werden in „Bravo Mozart“ verarbeitet. Neben den Gesangstalenten waren raffinierte Arrangements für Piano und Klarinette/Saxophon von Dmitri Pavlov zu hören, der selbst an den Tasten zu hören sein wird. Der Pianist, Komponist und Dirigent genoss eine Ausbildung am St. Petersburger Konservatorium und ist seit 1997 in Berlin tätig. Die Holzblasinstrumente wurden vom Italiener Aldo Vio zum Klingen gebracht – so war unter Anderem das berühmte Klarinettenkonzert, eines der letzten fertig gestellten Werke Mozarts, zu hören.

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Der Vetter aus Dingsda

Die Liebe strahlt über Batavia

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1921 wurde Eduard Künnekes Operette „Der Vetter aus Dingsda“  im Theater am Nollendorfplatz in Berlin uraufgeführt. Genau 90 Jahre später näherte sich das event-theater mit einem jungen Ensemble erneut mit Witz und großer Spiellaune den darin besungenen verschlungen Pfaden und Wirrnissen der Liebe. So sind sieben Jahre in Batavia vergangen, seit  Roderich de Weert mit 16 Jahren in die Welt zog – nicht ohne seiner Cousine Julia (verkörpert durch die junge und niederländische Marianne Ilonka Klaassen) vorher Liebe und Treue zu schwören. Seitdem wartet sie auf ihn und projiziert ihre Sehnsüchte auf Roderichs Traumbild. Für ihren Vormund Josse und seine Frau Wilhelmine, die Julias beträchtliches Vermögen verwalten wie verwenden, wird das zum Problem: Das Mädchen ist bald volljährig. Die Vormundschaft wäre damit beendet. Die Heirat mit Josses Neffen August könnte das Schnorrerpärchen aus der Bredouille bringen. Plötzlich erscheinen zwei junge Männer auf der Bildfläche.

Von immergrünen Melodien wie „Ich bin nur ein armer Wandergesell“, „Strahlender Mond“ oder dem „Batavia-Song“ wurden die Zuschauer durch das Stück begleitet, an dessen Ende unabweisbar Lachen und Glück stets triumphieren.Noch immer spiegelt gerade die Operette „Der Vetter aus Dingsda“ den Alltag von Liebesträumen und -schmerzen wider, verführt auch heute noch sein Publikum sich der schönen Illusion großer Gefühle hinzugeben.

 

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